Astigmatismus-Behandlung in Izmir
Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ist ein sehr häufiger Sehfehler, der entsteht, wenn die Hornhaut — die durchsichtige vordere Schicht des Auges — oder die Augenlinse von ihrer idealen kugelförmigen Form abweicht. Normalerweise bündeln diese Strukturen das Licht in einem einzigen Punkt auf der Netzhaut; beim Astigmatismus nimmt die Oberfläche jedoch eine ovale Form an, sodass das Licht in mehreren Punkten fokussiert wird. Die Folge ist verschwommenes, verschattetes oder doppeltes Sehen in der Nähe und in der Ferne. Astigmatismus tritt häufig zusammen mit Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) auf. In unserer Klinik in Izmir beurteilen und behandeln wir Astigmatismus individuell — von einfachen Brillen- und Kontaktlinsenlösungen bis hin zu modernen Laserverfahren wie SMILE und LASIK.
Was sind die Ursachen von Astigmatismus?
Die wichtigste Ursache des Astigmatismus ist die genetische Veranlagung; bei Menschen mit Astigmatismus in der Familie ist die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Dieser meist angeborene Sehfehler entsteht durch eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut oder der Augenlinse. Darüber hinaus können frühere Augenoperationen, Hornhautverletzungen, häufiges Augenreiben sowie bestimmte Hornhauterkrankungen wie der Keratokonus einen Astigmatismus verursachen oder einen bestehenden verstärken. Da sich der Grad des Astigmatismus im Laufe der Zeit verändern kann, sollten Personen, deren Brillenwerte sich häufig ändern, regelmäßig augenärztlich untersucht werden.
Welche Symptome verursacht Astigmatismus?
Die Symptome des Astigmatismus hängen vom Grad des Sehfehlers ab. Bei geringem Astigmatismus sind die Beschwerden kaum spürbar, während mittlere und höhere Grade den Sehkomfort deutlich beeinträchtigen. Die häufigsten Beschwerden unserer Patienten sind:
- Verschwommenes oder verschattetes Sehen in der Nähe und in der Ferne
- Lichthöfe (Halos) und Blendung, in die Länge gezogene Lichter
- Schwierigkeiten beim Sehen in der Nacht und beim Autofahren im Dunkeln
- Doppeltes oder verschattetes Sehen von Schrift
- Schnelle Ermüdung der Augen bei längerem Lesen oder Bildschirmarbeit
- Häufige Kopfschmerzen und das Bedürfnis, die Augen zusammenzukneifen
Kommen Ihnen diese Beschwerden bekannt vor? Mit dem kurzen Test unten können Sie einen ersten Eindruck gewinnen, ob bei Ihnen ein Astigmatismus vorliegen könnte. Der Test ist kein Diagnoseinstrument; für ein sicheres Ergebnis ist eine augenärztliche Untersuchung unerlässlich.
Wie wird Astigmatismus diagnostiziert?
Astigmatismus lässt sich nach einer ausführlichen Sehprüfung durch einfache Messungen zuverlässig diagnostizieren. Mit dem Autorefraktometer wird der Sehfehler des Auges gemessen, während die Hornhauttopographie die Oberfläche der Hornhaut kartiert und den Grad sowie die Achse des Astigmatismus genau bestimmt. Diese Untersuchung ist entscheidend, um den Typ des Astigmatismus (myop oder hyperop) zu bestimmen und die geeignetste Behandlungsmethode zu planen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Astigmatismus
Ziel der Astigmatismus-Behandlung ist es, die unregelmäßige Form der Hornhaut oder der Linse auszugleichen, damit das Licht wieder in einem einzigen Punkt auf der Netzhaut gebündelt wird. Die Wahl der Behandlung richtet sich individuell nach dem Grad des Astigmatismus, dem Alter des Patienten, der Hornhautstruktur und dem Lebensstil.
Betrachtet man die Behandlungsmöglichkeiten Schritt für Schritt, so ist die grundlegendste Methode die Brille; der Astigmatismus wird mit zylindrischen Gläsern korrigiert, die entsprechend seiner Achse verordnet werden — bei Kindern unter 15 Jahren ist die Brille die erste Wahl. Wer keine Brille tragen möchte, kann auf torische Kontaktlinsen zurückgreifen, die auf den Grad des Astigmatismus abgestimmt sind.
Bei Personen über 18 Jahren mit geeigneter Augenanatomie bietet die Laserbehandlung (SMILE, LASIK, PRK) eine dauerhafte Lösung. Dabei wird die Hornhautoberfläche neu modelliert, wodurch der Astigmatismus weitgehend oder vollständig beseitigt wird. Bei Patienten über 45 Jahren, bei Grauem Star (Katarakt) oder zusätzlichen Problemen beim Nahsehen können während der Kataraktoperation eingesetzte torische Premiumlinsen (Trifokal Torisch) den Astigmatismus und weitere Sehfehler in einer einzigen Sitzung korrigieren. Ist die Hornhaut für eine Laserbehandlung nicht geeignet, kommt auch eine phake Intraokularlinse (ICL/Torische ICL) in Betracht.
Zusammengefasst;
- Erste Wahl bei geringem Grad und bei Kindern: Brille
- Für alle, die keine Brille tragen möchten: Torische Kontaktlinsen
- Dauerhafte Lösung für geeignete Augen ab 18 Jahren: SMILE / LASIK / PRK Laser
- Für Patienten über 45 und bei Katarakt: Torische Premiumlinse
- Für Augen, die nicht lasergeeignet sind: Phake Intraokularlinse (Torische ICL)
Da Astigmatismus ein struktureller Sehfehler ist, lässt er sich weder durch Übungen noch durch Medikamente beheben. Brillen und Kontaktlinsen korrigieren das Sehen, beseitigen jedoch nicht den zugrunde liegenden Fehler; eine dauerhafte Korrektur ist nur durch refraktive Chirurgie (Laser- oder Linsenverfahren) möglich. Mit früher Diagnose und richtiger Planung kann Astigmatismus sicher und mit hoher Erfolgsrate korrigiert werden. Wie die Laserbehandlung — die am häufigsten gewählte dauerhafte Lösung — Schritt für Schritt abläuft, erfahren Sie im Folgenden.