Keratokonus – Hornhauterkrankungen
Keratokonus – Hornhauterkrankungen

Keratokonus ist eine fortschreitende Augenerkrankung, die durch die allmähliche Ausdünnung der Hornhaut und ihre kegelförmige Wölbung nach vorne gekennzeichnet ist. Die normalerweise gleichmäßig kuppelförmige Hornhaut nimmt bei dieser Erkrankung eine kegelförmige Gestalt an, wodurch das Licht nicht mehr richtig auf der Netzhaut gebündelt wird; dies führt zu Kurzsichtigkeit und unregelmäßigem Astigmatismus und verringert die Sehqualität. Sie beginnt meist in jungen Jahren und kann mit der Zeit fortschreiten. Mit einer frühen Diagnose und einer geeigneten Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt oder sogar gestoppt und die Sehqualität erhalten werden. Aus diesem Grund sollten Personen, deren Brillenwerte sich häufig ändern, mit einer Hornhauttopografie untersucht werden.
 

Behandlungüberblick

  • Sie beginnt meist zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr und kann bis ins 40. Lebensjahr fortschreiten.

  • Eine Behandlung ist erforderlich, wenn Brille oder Linsen die Sehkraft nicht ausreichend korrigieren.

  • Da es sich um eine fortschreitende Erkrankung handelt, sind regelmäßige Kontrollen unerlässlich.

  • Die Behandlung wird individuell nach dem Stadium der Erkrankung und der Struktur der Hornhaut geplant.

  • Im Frühstadium können spezielle Kontaktlinsen die Sehschärfe verbessern.

  • Zur Aufhaltung des Fortschreitens wird Cross-Linking (Hornhautvernetzung) angewendet.

  • In mittleren und fortgeschrittenen Stadien können chirurgische Verfahren wie intrastromale Hornhautringsegmente und CAIRS angewendet werden.

  • Eine Hornhauttransplantation wird nur als letzter Ausweg in fortgeschrittenen Fällen bevorzugt.

 

Wie wird die Keratokonus-Behandlung durchgeführt?

Das Ziel der Keratokonus-Behandlung besteht darin, das Hornhautgewebe zu stärken und das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Die anzuwendende Methode wird individuell nach der Dicke der Hornhaut, dem Stadium der Erkrankung und den Sehbedürfnissen des Patienten bestimmt.
 

Anästhesie
Die lokale Betäubung erfolgt mit Augentropfen. Es werden keine Nadeln verwendet; es handelt sich um einen schmerzfreien und angenehmen Eingriff.


Einsetzen von intrastromalen Ringen (Intrastromal Ring)
Bei mittelschwerem Keratokonus werden spezielle halbmondförmige Ringe in die Hornhaut eingesetzt, um sie abzuflachen. Diese Methode unterstützt die Hornhautstruktur, verringert den Astigmatismus und verbessert die Sehqualität.


CAIRS (allogene Gewebe-Ringsegmente)
Als natürliche Alternative zu synthetischen Ringen werden bei der CAIRS-Methode aus Spenderhornhautgewebe hergestellte Ringsegmente in die Hornhaut eingesetzt. Da sie sich mit dem Gewebe verbinden, besteht ein geringes Risiko einer Ausstoßung und eine hohe Biokompatibilität; sie ist eine moderne Option, die insbesondere bei Patienten mit dünner Hornhaut eine Hornhauttransplantation hinauszögern kann.


Hornhautvernetzung (Cross-Linking)
Bei dieser Methode, die bei fortschreitendem Keratokonus angewendet wird, wird das Hornhautgewebe mit Riboflavin-Tropfen und UV-Licht gestärkt. Durch die Bildung neuer Verbindungen zwischen den Bindegewebsfasern der Hornhaut wird die Struktur gefestigt und das Fortschreiten der Erkrankung weitgehend verlangsamt oder gestoppt.


Behandlung im fortgeschrittenen Stadium: Hornhauttransplantation
Bei Patienten, deren Hornhaut stark ausgedünnt und erheblich verformt ist, kann eine vollständige oder teilweise Hornhauttransplantation durchgeführt werden, um das Sehvermögen wiederherzustellen. Dank moderner chirurgischer Optionen wird eine Transplantation nur als letzter Ausweg bevorzugt, wenn andere Methoden nicht ausreichen.


Heilungsprozess
Die Heilungsdauer hängt von der angewendeten Methode ab. Nach dem Cross-Linking tritt innerhalb weniger Tage eine Linderung ein. Nach Ring- und CAIRS-Eingriffen verbessert sich die Sehqualität innerhalb weniger Wochen deutlich. Der Heilungsprozess nach einer Hornhauttransplantation ist länger und erfordert regelmäßige Kontrollen.

Wann verbessert sich die Sehkraft nach CAIRS? Wird CAIRS zusammen mit Cross-Linking durchgeführt? Was ist der Unterschied zwischen CAIRS und einer Hornhauttransplantation? Für wen ist CAIRS geeignet? Was ist die CAIRS-Behandlung und worin unterscheidet sie sich von herkömmlichen Ringen? Ist eine dauerhafte Sehkorrektur bei Keratokonus möglich? Kann bei dieser Erkrankung eine Laserbehandlung durchgeführt werden? Ist Keratokonus nur genetisch bedingt oder kann er sich auch später entwickeln? Kann Keratokonus zur Erblindung führen? Könnte eine ständig wechselnde Brillenstärke durch Keratokonus verursacht werden?
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Keratokonus-Behandlung in Izmir

 

Keratokonus ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der das Hornhautgewebe – die transparente Schicht des Auges – dünner wird und sich nach vorne wölbt und zuspitzt. Diese Formveränderung der Hornhaut verursacht Kurzsichtigkeit und unregelmäßigen Astigmatismus und führt zu einer verminderten Sehkraft und einer Verschlechterung der Sehqualität. Obwohl sie an beiden Augen auftreten kann, ist in der Regel ein Auge etwas stärker betroffen als das andere. In unserer Klinik in Izmir behandeln wir Keratokonus individuell mit modernen Methoden – von der Frühdiagnose bis zur Chirurgie im fortgeschrittenen Stadium.
 

 



Bei wem tritt Keratokonus auf?

Obwohl die genaue Ursache des Keratokonus unbekannt ist, zählen eine genetische Veranlagung und mechanische Traumata wie häufiges Augenreiben zu den wichtigen Auslösern. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von etwa 12–13 Jahren und kann bis ins 40. Lebensjahr fortschreiten. Die Keratokonus-Patienten, die wir in der Klinik sehen, sind in der Regel Personen, die häufig ihre Brille wechseln und zu allergischer Bindehautentzündung neigen. Sie tritt häufiger bei Menschen auf, die in trockenen, windigen und staubigen Umgebungen leben und sich oft die Augen reiben. Keratokonus kann zeitweise von einer Angewohnheit des Augenreibens und einer Reizung der Hornhautoberfläche begleitet sein; es ist zu beachten, dass ähnliche Beschwerden auch durch andere Hornhauterkrankungen wie eine Hornhautentzündung (Keratitis) verursacht werden können. Aus diesem Grund ist für eine genaue Diagnose eine Augenuntersuchung unerlässlich.
 

Was sind die Symptome von Keratokonus?

Eines der frühesten Anzeichen von Keratokonus ist der häufige Wechsel der Brillenwerte. Auch mit diesen geänderten Werten ist es nicht möglich, ein vollständig scharfes Sehen zu erreichen. Da die durch die Vorwölbung der Hornhaut entstehende Formveränderung Kurzsichtigkeit und unregelmäßigen Astigmatismus verursacht, lässt sie sich auch mit einer Brille nicht vollständig korrigieren. Die häufigsten Symptome bei Patienten sind:
 

  • Häufige und schnelle Änderung der Brillenwerte
  • Auch mit Brille kein klares und scharfes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit, Sehen von Höfen (Halos) um Lichter
  • Schwierigkeiten beim Sehen in der Nacht und Blendung
  • Doppeltsehen oder Schattenbildung im Bild
  • Häufiges Jucken und ein Gefühl der Trockenheit in den Augen

 

Wie wird Keratokonus diagnostiziert?

Nach einer ausführlichen Sehuntersuchung können wir die Diagnose mit einer Hornhauttopografie problemlos stellen. Dieser Test erstellt eine Karte der Hornhautoberfläche und ermöglicht es uns, das Stadium der Erkrankung und ihre Fortschreitungsgeschwindigkeit zu beurteilen; so wird der Behandlungsplan für jeden Patienten individuell festgelegt.
 

Keratokonus-Behandlung

Es gibt keine Behandlung, die Keratokonus vollständig rückgängig macht. Alle Behandlungsoptionen zielen darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und die Sehbeeinträchtigung zu beheben. Aus diesem Grund spielen eine frühe Diagnose und regelmäßige Kontrollen eine entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg.

Wenn wir die Behandlungsoptionen bei Keratokonus Schritt für Schritt betrachten, ist es bei Patienten in einem sehr frühen Stadium möglich, die Sehschärfe mit einer Brille zu verbessern. Das Fortschreiten der Erkrankung kann mit Hornhauttopografie-Tests in 6-Monats-Intervallen beurteilt werden.

In fortgeschritteneren Stadien ist es möglicherweise nicht möglich, die Sehschärfe mit einer Brille zu verbessern; in diesem Fall können spezielle Kontaktlinsen (hybride, sklerale oder formstabile gasdurchlässige Linsen) verwendet werden. Wenn wir feststellen, dass die Erkrankung fortschreitend ist, wenden wir die Cross-Linking-Behandlung (Hornhautvernetzung) an. Wenn Kontaktlinsen und Brille keine Verbesserung der Sehschärfe bringen, können wir die Behandlung mit intrastromalen Hornhautringen (Corneal Ring) in Anspruch nehmen. Als natürliche Alternative zu synthetischen Ringen bevorzugen wir bei geeigneten Patienten auch die CAIRS-Methode (allogene intrastromale Hornhautringsegmente); diese Methode bietet insbesondere bei Patienten mit dünner Hornhaut ein geringes Komplikationsrisiko. In fortgeschrittenen Fällen kann auch die phake Intraokularlinse (ICL/IPCL) zur dauerhaften Sehkorrektur in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit sehr fortgeschrittenem Keratokonus kann eine Hornhauttransplantation – die wir Hornhauttransplantation (PKP, DALK) nennen – durchgeführt werden.
 

 

Die Cross-Linking-Behandlung, die wir bei Keratokonus-Patienten anwenden, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Mit dieser Methode kann das Fortschreiten der Erkrankung zu etwa 95 % gestoppt werden. Nach dem Eingriff können bei den Patienten 3–4 Tage lang Beschwerden wie Brennen und Stechen auftreten. Nach dieser Phase kann der Patient in der Regel problemlos in den Alltag zurückkehren.



Zusammengefasst;

  • Im Frühstadium Brille oder Kontaktlinsen
  • In fortgeschritteneren Stadien Corneal Ring und die natürliche Gewebeoption CAIRS
  • Zur Aufhaltung des Fortschreitens der Erkrankung die Cross-Linking-Behandlung
  • Im Endstadium kann eine Hornhauttransplantation durchgeführt werden.



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